Sonntag, 17. September 2017

Aimée backt 3: 09.09.2017 - #5 Zitronenkuchen mit Holundercreme

Letzte Woche gab es einen Kuchen in meiner Back-Challenge, und natürlich dank des tollen Buches von Zucker, Zimt und Liebe (*hier* geht es zu ihrem Blog), welches es unter anderem auf Amazon (*hier*) zu kaufen gibt.

Ein Mitbewohner freute sich ganz besonders darauf. Ich selber wusste gar nicht so recht, was mich da wohl erwarten sollte. Zitronenkuchen - Ja. Holunder - leider nur annähernd durch einen Hugo im Gedächtnis geblieben.

Und somit geht es heute um meine Back-Erfahrung zum Zitronenkuchen mit Holundercreme!



Durch meine Fotobox konnte ich auch alles wirklich schön in Szene setzten, auch wenn ich jetzt, im Nachhinein denke, das der Schwarze Hintergrund doch besser für den hellen Teller und dem Kuchen mit der weißen Creme gewesen wäre. Naja, shit happens!

Lecker war er dennoch, wenn auch durch die Creme extrem ungewohnt!

Zuerst, wie eigentlich immer, heizte ich den Ofen vor und legte meine Springform mit Backpapier aus!

Dann ging es an den Teig. Dafür die vorgegebenen Zutaten nach Anleitung zu einer Glatten Maße verrühren und in die Form geben. Alles glatt streichen und in den Ofen damit!

Während ich wartete, rührte ich schon einmal den Guss an. Auch hierfür natürlich alles nach Anleitung zubereiten und bei Seite stellen.

Der fertige Kuchen durfte dann erst einmal abkühlen, ehe ich ihn aus der Springform befreite. Gänzlich in Freiheit durfte er noch weiter auskühlen.
Eine gute Stunde ließ ich ihn ruhen, ehe ich ihn mit dem Frosting einstrich.

Mein Fazit: Ich habe ein weiteres Sirup in meiner Sammlung!!
Der Kuchen an sich war schön saftig und alles andere als Trocken ABER die Holundercreme war extrem gewöhnungsbedürftig. Mein erstes Stück am späten Nachmittag war ganz okay aber ein zweites hätte ich, auch wenn ich nicht Diäten würde, wohl nicht genommen. Am nächsten Tag sah das ganze dann schon anders aus. Vielleicht auch, weil ich den Geschmack nun kannte.
Es ist ein tolles Rezept aber Holunder ist definitiv nicht für jeden was. Das habe ich leider hier ganz deutlich gemerkt. Wahrscheinlich hätte es schon gereicht wenn ich über all statt 2 EL lediglich 1 EL genommen hätte. Der Kuchen ging komplett weg aber einige fanden die Creme leider alles andere als berauschend. Martin freute sich da umso mehr - war mehr für ihn da! ;)
Dennoch ist es ein Kuchen, den ich einmal wieder zaubern mag, aber dann tatsächlich mit weniger Holunder Sirup!

xxx
Aimée

Samstag, 16. September 2017

#88 Frischkäsetorte Schwarzwälder Art

Im Juli ist mein Bruder endlich 18 geworden - ein schöner Grund, um mich in der Küche einmal mehr an eine Alternative zu Klassikern zu wagen!
Er liebt Schwarzwälder-Kirsch-Torte über alles aber er lässt mir auch immer wieder gerne absolute Freie Hand wenn ich etwas altes entstauben mag aber der Kern dennoch bestehen bleibt.

Dieses Rezept liegt daher schon ein wenig bei mir rum (Ende Juli war ich durch und durch mit meinen letzten Urlaubsvorbereitungen beschäftigt!) und hat nur darauf gewartet endlich mit euch geteilt werden zu dürfen!

Hier bekommt ihr nun meine Frischkäsetorte Schwarzwälder Art!



Und auch wenn die Kirsch Saison nun vorbei ist, kann man diese Torte durchaus das ganze Jahr genießen! 

Das sind die Zutaten:


- 150g Löffelbiskuit
- 125g Butter
- 5 EL Kakao
- 3 EL Kirschwasser
- 2 große Gläser entsteinte Sauerkirschen
- 2 Päckchen Tortengusspulver
- 135g Zucker
- 525g Doppelrahm Frischkäse
- 300g Joghurt
- 3 EL Zitronensaft
- 1 Päckchen gemahlene Gelatine
- 50g Zartbitter Schokoladensplitter

Und so wird die Torte gezaubert:



1. Den Löffelbiskuit vollständig zerbröseln. Die Butter wird geschmolzen und mit den Bröseln und dem Kakao vermischt. Die Maße dann in eine mit Backpapier ausgelegte Springform zu einen Boden drücken. Auf den Boden wird dann das Kirschwasser geträufelt.


2. Die Kirschen in einem Sieb abtropfen lassen und den Saft in einer Schüssel auffangen. Die Sauerkirschen dann auf dem Boden verteilen, sodass der Boden komplett bedeckt ist. (Da im Moment ja keine Kirsch-Zeit mehr ist kann man sich ruhig welche für die Dekoration beiseite legen!)


3. Das Tortengusspulver mit 4 EL Zucker mischen und mit 500ml Kirschsaft glatt rühren. Unter rühren zum Kochen bringen und das ganze kurz aufkochen lassen. Den Guss über die Sauerkirschen geben und die Springform kühl stellen.


4. Den Frischkäse, Joghurt und den Zitronensaft mit dem Handrührgerät vermengen.

5. Die Gelatine in 150ml kaltem Wasser 10 Minuten einweichen. 75g Zucker hinzufügen und alles unter Rühren erwärmen bis sich die Gelatine vollständig aufgelöst hat. Zügig unter die Frischkäsecreme rühren. Die Creme in die Springform füllen und die Torte erneut kalt stellen. Vor dem servieren mit Schokolade und Kirschen nach belieben verzieren.

Ich wünsche euch allen ganz viel spass beim nachbacken!

Bon Appetit!

xxx
Aimée

Dienstag, 12. September 2017

Tagebuch einer MS-Patientin! *Part 15*

In den letzten Wochen und Monaten ist wieder so einiges passiert, aber leider findet man ja nicht immer die Zeit um diese dann auch nieder zu schreiben. Der letzte Beitrag kam im Mai - da waren wir mit dem Kopf schon so was von bei der Urlaubsplanung und natürlich alles, was damit so noch so zusammen hängt.

Wie mein Urlaub war wisst ihr ja alle und könnt es auch natürlich *hier* nachlesen.

Nach dem Urlaub kam ich mit viel Energie zurück. Ich wusste, das ich etwas tun musste und das fing natürlich damit an, den inneren Schweinehund zu überwinden. Und bisher klappt dies ganz gut. Ich habe mir für Montags, Mittwochs und Freitags jetzt immer den Wecker auf 8 Uhr gestellt um mich dann anzuziehen und rüber ins Sportstudio zu gehen. Natürlich mit Musik und ordentlich Trinken dabei. Und es tut mir wirklich gut!
Mein Trainingsplan besteht im Moment so: 40 Minuten Fahrrad fahren, 5 Minuten Rudermaschine, 5 Minuten Rückenstrecker, 20 Wiederholungen Bauchpresse und noch einmal 5 Minuten Trizep. Also knapp 60 Minuten. Im nächsten Sommer hoffe ich noch, das vielleicht Schwimmen dazu kommen könnte.

Und auch an meiner Ernährung versuche ich zu arbeiten. Ich will nicht gänzlich verzichten, denn da bin ich ehrlich - das kann ich einfach nicht und will ich irgendwie auch nicht. Einmal am Tag gibt es etwas süßes. Meistens in Form eines Riegels (Die kann man am besten Dosieren!) oder eben am Weekend ein Stück der gebackenen Kuchen. Und ihr glaubt ja gar nicht, wie langsam ich so etwas futtern kann!

Mittags gibt es eine Kleinigkeit und auch mit Kohlenhydraten aber alles gut abgewogen. Dann auch wirklich nur einen Teller der gefüllt ist. Ich versuche wirklich nur dann zu essen, wenn ich wirklich so wirklich Hunger habe und nicht aus Langweile zu essen. Man glaubt nämlich nicht, wie schnell so was geht!

Abends, ab 18 Uhr versuche ich die großen Kohlenhydrate zu vermeiden. Meistens Salate (mit 3 kleinen panierten Schnitzeln) oder auch Rührei. Aber ich hab auch schon Gemüse mit Dips genascht.

Und bereits nach einer Woche sah ich einen Erfolg! Statt 66,2 Kg waren es letzte Woche nur noch 65 Kg!

Das einzige, wovor ich mich etwas Erschrecke ist, das es schon überall Weihnachtsschnuckereien gibt und natürlich Dekoration. Und ja, ich habe auch schon etwas gekauft. Allerdings nur klein Krams für einen Weihnachtskranz. Da kann man ja nie genug haben.

Am Wochenende hatten wir hier dann etwas Ärger mit unserem Strom - der ging nämlich nicht mehr. Also mussten mein Mitbewohner und ich gestern morgen in aller früh (nämlich um 6.30!) unsere Lebensmittel in den anderen Kühlschrank und Gefriertruhe bringen. Und dann hieß es warten und zwar auf den Anruf des Elektrikers. Und der ließ sich dann auch erst einmal schön viel Zeit! Aber da ich eigentlich früh mit einem Anruf gerechnet habe, bin ich auch nicht zu Sport gegangen und wollte es auf den Abend schieben (wurde leider auch nichts, aber dazu gleich mehr!). Und die Zeit nutzte ich dann zu Aufräumen und um räumen. Und dann muss ich mich irgendwie beim Um räumen vertreten haben denn ich kann mit dem großen Zeh weder abrollen oder in irgendeiner Form belasten ohne das es weh tut. Ich humple also nun so vor mich hin.

Den Nachmittag, denn ich hatte ja Zeit (Keine Musik, kein TV, kein Internet...!), machte ich es mir auf der Couch gemütlich, mit Kerzen und Räucherstäbchen und las mal wieder ein Buch. Und da ja Ende des Monats die Neuverfilmung von Stephen Kings "ES" in die Kinos kommt (wie ich mich freue!) dachte ich, das es nach 13 Jahren doch mal an der zeit wäre, sein Gedächtnis etwas aufzufrischen. Watson legte sich dann zu mir und gemeinsam genossen wir die Ruhe, bis dann der Elektriker kam und alles in nicht mal 10 Minuten wieder reparierte (Halleluja!). Ich las dennoch weiter und schaute mir am Abend die, für mich doch gelungene, TV Verfilmung von 1990 an. Und obwohl ich erst etwas über 100 Seite gelesen habe, sind mir doch recht Große Veränderungen aufgefallen. Das lässt mich natürlich noch mehr auf das Remake freuen!

Gesundheitlich geht es mir im übrigen gut - im Dezember, wenn ich es solange schaffe, habe ich 3 Jahre keinen Schub mehr gehabt. Und jetzt, bei den dunklen Monaten, fange ich noch zusätzlich mit einer Vitamin D Therapie an. Da bin ich auch schon sehr gespannt drauf.

Ich bin also weiter voller Tatendrang und hoffe natürlich nur auf das beste!

xxx
Aimée

Sonntag, 10. September 2017

Aimée backt 3: 03.09.2017 - #4 Madeira-Kuchen mit Maracuja-Glasur

Letzten Sonntag gab es nach einem Monat Pause endlich das nächste Rezept meiner Back-Challenge. Ich ging im übrigen auch voller Tatendrang an die Sache - so viel Freude und Energie hatte ich schon länger nicht mehr beim backen!

Und nach zwei Gugelhupf und einem Blechkuchen war es nun an der Zeit, für einen weiteren Klassiker und zwar den Kastenkuchen!

Meine eigene Kastenform hat schon so einige Jahre auf dem Buckel -sie ist noch von meiner Mum, als ich seiner Zeit damals auszog!- und das sieht man meiner Form auch an. In dem Fall mag ich meine Blechform lieber als die als Silikon, da ich bei der aus Silikon immer das Gefühl habe, das diese nicht ganz in "Form" bleibt.

Aber zurück zum Rezept von Jeanny (*Link zum Blog*) aus dem Buch "Jeannys Lieblinskuchen: Süßes Glück mit Zucker, Zimt und Liebe" (*Link*), dem Madeira-Kuchen mit Maracuja-Glasur!


Der Madeira-Kuchen ist im übrigen ein Klassiker aus England, auch wenn der Name wohl etwas anderes vermuten lässt. Die Engländer tranken nämlich gerne zu ihrem Kuchen ein Gläschen Madeira-Wein. Heute gibt es wohl eher Tee zu dem Gebäck.

Dank der tollen Fakten im Buch habe ich mal wieder etwas dazu gelernt - Danke liebe Jeanny!

Die gute hat dieses Rezept etwas entstaubt und eine Pfiffige, wie ich finde, Glasur dazu gezaubert, die das ganze fruchtig Frisch macht und einen doch zurück in den Sommer versetzt!

Zuerst heizte ich den Ofen vor und fettete meine Backform mit ordentlich Butter ein.

Dann den Teig aus den gewünschten Zutaten anrühren, bis eine gute Teig Konsistenz erreicht ist. Das ganze kam dann in die Form und wurde Glatt gestrichen.

Im Offen durfte ich dann beobachten, wie er schön hoch ging. Und damit er nicht zu dunkel werden würde, deckte ich ihn mit etwas Backpapier ab (alter Trick meiner Mum!).

Nach der erfolgreichen Stäbchenprobe holte ich das gute Stück aus dem Ofen und ließ ihn einige Minuten in der Form auf einem Küchengitter abkühlen, ehe ich ihn aus der Backform stürzte. Dort durfte er dann gänzlich auskühlen.

In der Zeit kümmerte ich mich um das Topping und hier kommt der Clou: Eine Mischung aus Puderzucker und Maracuja! Hierfür kratzte ich das Fleisch der gewünschten Maracuja aus und passierte sie durch mein Sieb. Das passierte Fleisch vermengte ich dann mit dem Puderzucker und goss es über den abgekühlten Kuchen. 
Als Dekoration benutzte ich Krokant.

Mein Fazit: Ich war doch positiv überrascht! Diese Glasur machte aus einem eher "langweiligen" Kuchen doch ein echtes Geschmackserlebnis! Auch meine Versuchs-Kaninchen waren Restlos begeistert. Ein Kuchen, der ganz sicher wieder einmal den Weg auf meine Teller finden wird!

xxx
Aimée

Sonntag, 3. September 2017

Cineasten Challenge: #6 Double Feature: Halloween/Halloween 2

Der August ist vorbei und mit dem September kommt natürlich der Herbst. Selbst jetzt fallen mir bereits die vielen Blätter am Boden auf. Schön - es wird Herbst und mit ihm kommt meine Leidenschaft fürs Stricken... und Halloween!

Und wo wir gerade beim Thema sind: Kaum ein anderer Amerikanische Feiertag hatte einen erfolgreicheren Slasher (und es gab ja noch mehr, aber dazu später mehr!) als John Carpenter's kultiges Original von 1978!
Da waren natürlich die Erwartungen an Teil 2 extrem hoch! Und mit einem erheblich größeren Budget (Zum Vergleich: Für Teil 1 gab es vom Studio lediglich 325.000 $. Für die Fortsetzung lies das Studio dann schon 2,5$ springen! Das zeigt, wie wichtig diese Fortsetzung für den fortbestand der weiteren Serie war!) und einem großen Erfolg an den Kinokassen ist gerade Teil 2 der Reihe bei den meisten hierzu Lande leider total unbekannt.

Das hat natürlich viel mit der Bundesweiten Beschlagnahme zu tun, die vor allem aus heutiger Sicht, total überholt und lachhaft ist. Das heißt natürlich nicht, das man hier nichts zu sehen bekommt. Denn im Vergleich zum ersten Teil wird die Gewalt und Gore Schraube hier aber um einiges angezogen!

Und bevor ich hier weiter aus dem Nähkästchen plaudere (ihr seht, ich liebe ihn!) und hier eigentlich niemand so recht weiß, worum es hier geht:


Halloween / Halloween 2 (im schicken Double Feature!)



Quelle
Entstehungsjahr: 1978/1981

Altersfreigabe: FSK 16/ Ungeprüft, Bundesweit Beschlagnahmt nach §131

Produktionsland: USA

Regie: John Carpenter/Rick Rosenthal

Musik: John Carpenter/ John Carpenter, Alan Howard

Länge: 91 Minuten/ 92 Minuten

Darsteller: 
Halloween 1: Jamie Lee Curtis, Donals Pleasence, PJ Soles, Nancy Kyles (aufgeführt als Loomis), Charles Cyphers u.a.
Halloween 2: Jamie Lee Curtis, Donald Pleasence, Charles Cyphers, Lance Guest u.a

Und darum geht es:


Teil 1 beginnt in Haddonfield der Halloween Nacht 1963 wo der sechs jährige Michael Myers seine Schwester Judy ersticht. 15 Jahre später versucht sein Psychiater Sam Loomis eine Sicherungsverwahrung durch zu boxen, allerdings kann Michael in der Nacht fliehen. Es ist wieder Halloween. Und Michael Myers irrt durch die Straßen Haddonfields. Für Doktor Loomis, der die Gefahr erkennt, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit...

Teil 2 setzt da an, wo der erste Teil endete: In der Halloween Nacht! Es ist Doktor Loomis nicht gelungen, Michael zu töten und so schleicht der irre Killer weiter durch die Halloween Nacht in Haddonfield auf der Suche nach Laurie Strode. Das Kindermädchen konnte mehrmals nur knapp den Angriffen des Mörders entgehen und erholt sich nun im Krankenhaus. Doch das Grauen ist hinter ihr her und eine blutige Spur führt direkt ins Hospital...


Darum habe ich diese Filme ausgesucht:


Vorgesehen war nur Teil 2. Aber da das Original bekanntlich da aufhört, wo die Fortsetzung beginnt, war eigentlich auch sofort klar, das wir beide hintereinander weg schauen. Und irgendwie gehört sich das auch so! Immerhin ist beides ja ein und die selbe Nacht!

Halloween hat das Slasher Genre, wie man es heute kennt, geprägt und ist eigentlich die Mutter aller Slasher! Mit dem niedrigen Budget ist der erste Teil natürlich ein absoluter Low-Budget Streifen aber hat tatsächlich alleine in den USA 47 Millionen $ eingespielt. Und wie es danach weiter ging, wissen ja irgendwie alle: Halloween bekam sage und schreibe sieben weitere Fortsetzungen, inklusive zwei Remakes und viele andere Regisseure versuchten sich demzufolge ebenso am Slasher Genre. Die erfolgreichsten sind da wohl "Freitag der 13te", "Blutiger Valentienstag" und "Prom Night".
Natürlich gab es da noch mehr, aber bei weitem nicht so erfolgreich und dann auch von vielen heute vergessen.

So, aber nun zu meiner Begründung (ich schweife wieder einmal ab!...): Der Film hat einfach durch das niedrige Budget etwas geschaffen, was viele großen Blockbuster damals und heute nicht geschafft haben: Er hat den Menschen Angst gemacht. Ähnlich wie das Paradebeispiel "Jaws" von Steven Spielberg einige Jahre zuvor. Nicht durch großes Blut vergießen, denn davon sieht man im ersten Teil nicht besonders viel, sondern durch Atmosphäre, durch Musik. Dadurch das Haddonfield dieses kleine Städtchen ist, wo jeder Tür an Tür lebt, den Nachbarn sogar kennt, ist es umso erschreckender, das sie dann durch diese "Naturgewalt" Myers erschüttert wird! Es ist einfach möglich! (Was dann in den anderen Teilen dazu kam, ab Teil 4 mit der Thorn Sekte, ist dann wieder ein anderes Stück Papier!)
Die Tatsache, das Carpenter gerade durch das wenige Geld gezwungen war, einfach das beste draus zu machen und es sogar geschafft hat (dafür wurden Requisiten günstig erstanden, Kostüme der Darsteller waren die eigenen und die kultige Maske wurde aus einer Cap. Kirk Maske gezaubert!) ist aus heutiger Sicht einfach Wahnsinn. Das modernste Beispiel was mir dazu einfällt ist wahrscheinlich lediglich der Film "The Blair Witch Project"!

Die Musik, im übrigen selbst von Carpenter entwickelt, ist ein Teil der Popkultur geworden und hat garantiert zum Großen Erfolg beigetragen! Dieser Film hat auch wieder gezeigt, wie wichtig die Richtige Musik für einen Horrorfilm ist. Ähnlich wie bei "Jaws": John Williams benutzte seinen Score gezielt um die Gefahr durch den Hai zu zeigen ohne ihn aber eigentlich zu sehen (dadurch das die Mechanik der Attrappe stets versagte, wurde der Hai erst gegen Ende gezeigt). Und es funktionierte! Bei "Psycho" setzte Hermann die Geigen schrill ein und die Duschszene wurde zum erschreckenden Kult. Um nur ein paar Prominente Beispiele an dieser Stelle genannt zu haben!
Natürlich wurde gerade das Theme auch in jedem weiteren Teil (bis auf Teil 3) verwendet. Auch wenn Carpenter sich ab Teil 4 sehr von der Reihe Distanzierte. Aber als Komponist wurde er stets in den Credits genannt.

Als dann Teil 2 einige Jahre später erschien (Carpenter war Produzent und für einige Nachdrehs verantwortlich!), wurde die Gewalt natürlich durch Filme wie die oben erwähnten "Freitag der 13te" oder auch "Brennende Rache" deutlich angezogen aber die Story auch Sinnvoll weiter gesponnen. Bei den meisten Slashern kam der Todgeglaubte Killer einfach wieder und machte wieder jagt auf Teens. Bei Halloween war bereits im ersten Teil klar, das Michael Myers davon kam obwohl Doktor Loomis auf ihn geschossen hatte. Also spielte Teil 2 in der selben Nacht, direkt nach dem Geschehen im Doyle Haus, wo Laurie Strode dem Killer davon kam.
Da war kein neuer Hauptcharakter, sondern das bekannte Mädchen, dessen Twist und die Frage wieso, weshalb und warum zum Schluss geklärt werden. Der Killer will das Mädchen nicht, weil sie die Jenige war, die davon kam, sondern es gibt wirklich einen Grund, denn  ich hier aus Spoiler Gründen, natürlich nicht sagen werde.

Leider ist dieser Teil, ausser bei Kennern, aufgrund der Beschlagnahme auch völlig unbekannt und das, wo viele Alte Klassiker wie "Blutgericht in Texas", "Freitag der 13te" oder auch "Suspiria" endlich entstaubt, von der Beschlagnahme ("Blutgericht in Texas") befreit wurden und sogar vom Index geholt wurden und nun, mit meist herunter gestufter Freigabe in Kaufhäusern vertrieben werden dürfen und somit einer völlig neuen Generation eröffnet werden können. Das beste Beispiel ist dafür bestimmt Sam Raimis Klassiker "Tanz der Teufel" der nach all den Jahren des Verbots endlich wieder im Handel ist, ab 16 freigegeben wurde und demnächst seine Free-TV-Premiere feiert.
Halloween 2 ist da leider ein trauriger Kandidat der seit seinem Erscheinen den "Verboten" Button trägt und um den sich das Label leider wenig bis gar nicht bemüht um ihn in irgendeiner Form zu rehabilitieren. Was schade ist, denn Verdient hat er es nicht.
Ich selber habe meine Version völlig Legal aus Österreich erhalten, wo der Film nicht Verboten ist.

Und da Nic diesen Film auch gar nicht kannte (Teil 2), war klar, das ich ihm den zeigen MUSS, als alter Horrorfilm Fan kommt man meiner Meinung nach auch gar nicht an diesen Teil vorbei. Selbst bei mir war dies der letzte Teil den ich von dieser Reihe zu sehen bekam. Während die anderen Teile, trotz Indizierung, geschnitten im Free-TV liefen so wurde dieser Kandidat regelrecht Totgeschwiegen (was natürlich an dem Verbot liegt!).

Zu erwähnen sei auch, das gerade Jamie Lee Curtis, die in Teil 1 ihre erste Hauptrolle ergattern konnte bis heute dankbar auf ihre Wurzeln zurück blickt. Im übrigen war sie DIE Scream-Queen der 80er und war besonders oft in Horrorfilmen zu sehen (Halloween 1+2, The Fog, ebenfalls von John Carpenter, Monster im Nachtexpress und Prom Night) und stattete in den 1990er der Serie in Halloween - 20 Jahre später, kurz auch H20, einen erneuten Besuch ab und legte ihre Rolle in der Fortsetzung ab, wo Myers Laurie endlich doch bekommt.
Und auch Donald Pleasence blieb seiner Rolle bis zu seinem Tod treu und verkörperte den Psychiater Doktor Loomis in jeder weiteren Fortsetzung (mit Ausnahme von Teil 3) was Myers und Loomis zu einer Art Captain Ahab und Moby Dick machen (Ahab versucht den Wahl mit allen Mitteln zu fangen = Loomis versucht den Irren Myers mit allen Mitteln zur Strecke zu bringen!).


Für diese Leute ist dieser Film etwas:


Allen Fans von Slashern und vor allem Horrorfilm-Fans lege ich dieses kultige Double Feature ans Herz! Die einer spannenden Story vor allem in diesem Genre nicht abgeneigt sind, werden hier wahrlich ihre Freude dran haben.

Diese Leute sollten die Finger davon lassen:


Wer hier harten Splatter und spektakuläre Kills erwartet, wird hier mit keinen spass haben. Zwar hat gerade Teil 2 ein paar, wie ich finde, hervorragende Morde zu bieten aber an sich ist auch dieser Film eher ruhig und setzt auf Spannung.


Mein Fazit: Wenn ihr die Möglichkeit haben solltet, den zweiten Teil sehen zu können (Österreich, Online Stores - Seriös natürlich!), dann nehmt sie wahr!
Halloween hat Kinogeschichte geschrieben, auch wenn er nie die Preise erhalten hat, die er verdient hätte. Von vielen Kritikern anfänglich belächelt, wurde anderen Kritikern schnell klar, was John Carpenter dort geschaffen hat: Einen Horrorfilm, ohne den viele weitere heute bekannte Filme nicht existieren würden.
Danke, Mr. Carpenter für diese kleine Perle des klassischen Horrorfilms!


9/10

Dienstag, 29. August 2017

Aimée backt 3: 29.07.2017 - #3 Kirschkuchen mit griechischem Joghurt

Ich bin wieder da und das vollständig! Mit reichlich viel Energie, Motivation und vielen Plänen für die Zukunft! So gut habe ich mich schon lange nicht mehr gefühlt und ich bin optimistisch, meine Pläne, die ich mir in Italien fest vorgenommen habe, auch durch zu ziehen! Aber dazu in einem separaten Beitrag in den nächsten Tagen mehr!

Was ich euch noch schuldig bin, ich das dritte und letzte Rezept aus dem Juli (es ist ja schon fast September!!) meiner neu gestarteten Back-Challenge! Für alle, die sich nicht mehr genau erinnern hier kurz eine kleine Auffrischung: Es gilt die Rezepte aus dem Buch "Jeannys Lieblingskuchen: Süßes Glück mit Zucker, Zimt & Liebe" (Das Buch gibt es *hier* zu kaufen!) der bezaubernden Jeanny nach zu backen. Ihren *Blog* Zucker, Zimt & Liebe verfolge ich schon sehr lange und hatte mir zum Geburtstag das mittlerweile zweite Buch (eins besitze ich bereits!) von meiner Liebsten Gewünscht - und diese erfüllte mir dann auch prompt meinen Wunsch!

Die ersten beiden Kuchen waren ein voller Erfolg und daher war ich natürlich auch sehr auf den dritten Kuchen gespannt:

Den Kirschkuchen mit griechischem Joghurt!



Klar, ein klassischer Rührkuchen, ohne großes Tamtam aber wie ihr alle wisst, was es genau DAS was mich an diesem schönen Buch reizte!

Er war schnell gemacht und wirklich lecker!

Durch den Joghurt war der Kuchen auch alles andere als trocken, sondern wunderbar saftig!

Zuerst heizte ich den Backofen vor und säuberte meine Silikon Gugelhupf Backform.
Dann den Teig mit den vorgegebenen Zutaten zubereiten. Die Kirschen zuvor abgießen, gut abtropfen lassen und anschließend unter den Teig heben.

Das ganze dann in den Form füllen und schön glatt streichen und für eine gute Stunde in den Ofen backen lassen.

Vorher natürlich die Stäbchenprobe machen um auf Nummer Sicher gehen, ob der Kuchen auch schon fertig gebacken ist. Wenn er es ist, aus dem Ofen nehmen und gut auskühlen lassen, ehe er aus der Form gestürzt werden kann um dann gänzlich auskühlen zu können.

Vor dem servieren habe ich das ganze noch mit Puderzucker bestäubt - das macht optisch immer viel aus!

Mein Fazit: Ein schneller Kuchen, der Optisch jetzt nicht außergewöhnlich aussieht, aber dafür umso leckerer war! Die Autorin merkt in einem kleinen Satz auch an, das dieser Kuchen auch hervorragend mit Himbeeren schmecken würde. Da ich diese aber nicht mag, kommt diese Variante natürlich für mich nicht in Frage. Aber es gibt bestimmt auch genug, die keine Kirschen mögen. Daher eine schöne Möglichkeit!

Auf den nächsten Kuchen!

xxx
Aimée

Sonntag, 27. August 2017

La dolce vita 2017: Einmal hin und wieder zurück!

Mein erster Urlaub stand nach sage und schreibe 29 (!) Jahren an. Und wo ging es hin? Diejenigen, die meine Sozialen Kanäle verfolgt haben, kamen nicht drum herum, denn ich nervte garantiert schon: Italien! In den wunderschönen Ort Toscolano Maderno!
Wirklich ein ganz besonderes Stückchen Erde.

Aber bevor es natürlich los ging, musste da noch so einiges vorbereitet werden!


Die Vorbereitungen


Lasst euch gesagt sein, das mein Koffer schon mindestens eine gute Woche vorher gepackt war. Viele fragen sich bestimmt nun, wieso jemand so verrückt sein sollte. Ganz einfach! Somit laufe ich nicht Gefahr, die gewünschten Klamotten vorher noch dreckig zu machen. 
Zwar waren meine neusten Schuhe (Alle!) noch nicht eingelaufen ABER ich war so was von Vorbereitet!

© by Nic Storm/Fatima Farzand
Ebenso war unser Medizin-Täschchen (Tasche traf es wohl eher!) fertig und wurde hin und wieder lediglich um das ein oder andere Teil erweitert. Pflaster, Wasser-Pflaster, Blasen-Pflaster, Anti-Blasen-Patches, Öle, Tabletten, Cremes, Tecfidera, Reisetabletten und Reise-Pflaster. Die besagten Pflaster waren im übrigen fast teurer als meine vier Paar Schuhe. Zum Glück haben sie aber geholfen, denn ich hätte  nicht gewusst, wie ich sonst 16 Stunden fahrt ausgehalten hätte. Geschweige denn, mein Fahrer!

Am morgen der Abfahrt klebte ich mir also mein Pflaster hinter das Ohr und backte für die Fahrt leckere Schokoladenbrötchen. Mittags ging es dann zum "Probe Packen": Bei zwei Wagen aber 5 großen Koffern + viel klein Kram war das auch nötig. 
Aber schnell war klar, wie wir was am besten packten und wer wo zu sitzen hatte.
Dann hieß es warten. Am frühen Abend versuchten wir uns zwar alle noch einmal hinzulegen aber zur Ruhe kam wohl bei niemanden.

Und das schlimmste sollte erst noch kommen: Der Abschied meiner Mitbewohner und von meinem Kater und dem Vögelchen. Melody hat von all dem wohl am wenigsten mitbekommen. Aber Watson hat die Tage davor schon gemerkt, das was nicht stimmt. Der hat uns auch direkt mal beim Abschied nicht mehr mit dem Arsch angeschaut! Alleine war er nicht - unsere Jungs haben sich wunderbar um unsere Lieblinge gekümmert.

Die Fahrt...


...war lang aber ohne große Zwischenfälle in Form von "Übelkeit". Wir sind gegen 0.40 im schönen Witten gestartet und kamen nach langen 16 Stunden am Zielort an. Punkt 16 Uhr kamen wir an unserem Haus an - wie vereinbart! 
Ich bin öfter eingeschlafen und musste auch öfter zum Klo als gedacht. Aber ich habe während der Fahrt so viel gefuttert und demzufolge getrunken, das mein Blase sich natürlich öfter bemerkbar machte als gedacht.

Die Ankunft...


...war herzlich und freundlich vom Gastgeber! Kurz wurden wir eingewiesen und uns alles gezeigt, ehe wir unsere Zimmer besichtigten und im Ort die erste Kleinigkeit einkaufen gingen.
Da fiel uns auch erstmal auf, wie teuer viele bekannte Dinge doch waren. ABER wir waren wohl auch im teuersten Markt, der leider aber unweigerlich vor der Tür war.

Noch am selben Abend wurde der erste Wein getrunken und natürlich der Strand erkundet.

Der erste Tag...


...wurde im eigenen Ort verbracht. Das Wetter war herrlich und eignete sich wunderbar dazu, den Ort zu erkunden.
Natürlich nicht ohne Kamera - und genau diese verabschiedete sich auch direkt am Anfang dann mal.

Nach der ersten Panik bekam dank Daniel die Erklärung: Eine meiner Batterien war ausgelaufen und war somit durch die Batteriesäure oxidiert! (Abends kratzt er alles ab und machte somit die Kontakte frei! Danke an dieser Stelle noch einmal für deine Mühe!<3!)... Somit ging der Rest des Ausfluges ohne Kamera. Zum Glück gibt es ja Handys!

© by Nic Storm/Fatima Farzand
Toscolano Maderno ist ein wunderschöner Ort, der mit seinem beinah schon Kalifonia-ähnlichem Aussehen wirklich überzeugen konnte. Am Ufer des Gardasees spazieren zu gehen und die wirklich sauberen Straßen zu sehen war schon wirklich ein Erlebnis!

Es war warm, aber angenehm! Und natürlich durfte das erste Eis nicht fehlen und das direkt mit Aussicht auf den wundervollen See! Das Eis (natürlich hatte ich ein Eis!) war tatsächlich leckerer als hier zu Lande. Aber wenn wundert das schon? 

Abends wurde dann schön gegrillt, auch wenn das ganz anders ausfiel, als daheim. Dort ist die "Grill-Kultur" doch ein klein wenig anders. Geschmeckt hat es dennoch! 

Und natürlich sind wir vor dem Essen noch kurz zum Strand und nach dem futtern wurde Badminton gespielt. Da habe ich erst einmal gemerkt, das ich doch total aus der Übung war/bin. Spass gemacht hat es dennoch zumal wir richtig coole LED Bälle hatten, die im Dunkeln geleuchtet haben. Das war mal so ein richtig schönes Handicap! 

Oh, Verona!...


...hieß es dann am zweiten Tag und den ersten großen Ausflug!

Mit reparierter Kamera und schön zurecht gemacht fuhren wir dann mit dem Auto ins knapp 90 Minuten entferne Verona!

Auf eine Reisetablette verzichtete ich bewusst, da die Wirkungen vom Pflaster noch anhielten.
Zwar war es recht eng im Wagen aber es war auszuhalten. Alles andere Auszuhalten war es dann allerdings, als wir das schön klimatisierte Auto verlassen mussten und geballte 37°C ausgeliefert waren!

Und es klingt wirklich so schlimm denn darauf waren wir alle nicht vorbereitet. Nicht vorbereitet heißt, das wir nicht wirklich an viel Trinken gedacht haben und somit in der prallen Nachmittagssonne der Dehydrierung nah waren. Auch haben wir, allen voran ich, die pralle Sonne unterschätzt. Ich habe mich nämlich nicht doll genug eingecremt und somit hat mein wunderschönes Armband, in dem ich nun meine Ätherischen Öle bei mir tragen wollte, die Sonne so reflektiert, das ich dort eine Riesen Verbrennung und somit meinen ersten Sonnenbrand davon getragen hab.

© by Nic Storm/Fatima Farzand
Verona an sich war eher ernüchternd: Viel zu voll und tatsächlich sehr teuer. Aber unser erstes Essen war sehr lecker. Ich hatte mich im übrigen für Pasta alla Carbonara entschieden - sehr lecker!

Und ob wohl es eine so besondere Stadt war, so waren wir doch alle froh, als wir wieder im Auto saßen, welches mit der Klimaanlage eine willkommene Abwechslung war!
Und auch der See wartete bereits auf uns - auch wenn es nur für knapp eine Stunde war, da es sich doch schnell zu zog und ein richtig extremes Gewitter aufkam, was selbst die Fallschirmspringer zum schnellen Landen zwang.
Nach dem Sonnenschein war das Hitzegewitter vorherzusehen!

Der Wochenmark von Toscolano Maderno...


...war dann am Donnerstag. Und wie wir uns alle darauf freuten! Es ging auch recht früh los, da der besagte Markt lediglich bis 13 Uhr offen sein würde.

Verlaufen haben wir uns nicht aber einen Umweg sind wir dennoch gegangen. Aber das fiel uns auch erst auf, als wir am besagten Punkt waren, den wir bereits Tage zuvor erkundet hatten.

Angekommen am eigentlichen Markt war das ganze eine Riesen Menschenmasse, die sich ihren Weg unaufhaltsam durch die engen Gänge und den vielen Ständen bahnten. Und als wir nach einer gewissen Zeit durch waren, kam eine Enttäuschung: Statt Dinge wie Öle, Kräuter und andere Ortstypischen Sachen bekamen wir einen Trödelmarkt. In der Tat war es nichts anderes als dies! Lediglich Churelle hat dort ein paar Dinge gekauft.

Und während ein Teil der Truppe am Ende des Marktes ausruhten (ich gehörte dazu!), ging der andere Teil wieder zurück. Und warum? Badeschuhe! Klingt jetzt erst einmal total dämlich ABER da der Strand und der See aus Kies bestand, war es nur logisch an Tag 4 nun endlich Schuhe zu holen, die es uns möglich machen würden, endlich Schmerzfrei in den See gehen zu können.

Viel schwimmen war an diesem Abend im übrigen wieder nicht: Das nächste Gewitter kündigte sich an um zwang uns nach knapp einer Stunde dazu, das Wasser wieder zu verlassen...!

Sirmione, du wundervolles Paradies!


Der schönste Ausflug kam dann tatsächlich am Freitag. Es ging auch recht früh los. Zuvor wurden wir vom Vermieter überrascht, der ein selbst gebackenen Hefekuchen seiner Frau vorbei brachte. Noch schön warm wurde dieser eingepackt und natürlich mit auf die Reise genommen.

Die Fahrt dort hin dauerte, soweit ich mich erinnere, etwas mehr als eine gute Stunde. Dieses mal nahm ich auch keine Reisetablette - sehr zum Unmut der anderen. Ich weiß nicht, ob es selbst Überschätzung war - aber zum Glück ist mir nicht schlecht geworden.

Angekommen war es allerdings noch ein langer, aber ein wundervoller Weg. Hier haben wir unbeschreiblich schöne Naturaufnahmen gemacht.

Und das Highlight war definitiv die Private Bootsfahrt! Mein Wunsch, mit einem Boot über den Gardasee zu fahren, wurde also erfüllt! Und es war so unbeschreiblich schön! Zwar hatte ich erst Angst, das mir schlecht wird, aber spätestens als der Motor angemacht wurde, verging dieses Gefühl! Der Kaptain war auch mega Sympathisch und zeigte uns neben der Villa von Maria Callas, die Ruinen von Catull und den schönen "Strand" unter den Ruinen.
Eine gute drei viertel Stunde später waren wir wieder an unserem Ausgangspunkt und noch immer total geflasht von dem gerade erlebten.

Und dann kamen wir in den Hauptteil des Ortes, das Herz in Form einer Burg, die ihre Pforten bereits geöffnet hatte. Überall waren schöne kleine Lädchen. Und natürlich wurden da auch die ersten Souvenirs geholt. Ich kaufte eine schöne Tasche! Und natürlich waren wir auch was essen. In einem schönen Laden, der seine Bäume mit schönen Lichterketten geschmückt hatte. Das ganze wirkte wie Sterne. Echt schön. Für mich gab es im übrigen wieder Pasta, allerdings mit Sepia eingefärbt, Garnelen und Zucchini. Sehr lecker.

© by Nic Storm/Fatima Farzand
Nach dem Essen ging es dann weiter zu den Grotten (oder Ruinen) von Catull. Darauf hatte besonders Fatima sich gefreut. Zwar zog es sich, je näher wir kamen, mal wieder zu und es regnete sogar ein-zwei Tropfen. Aber sobald wir bezahlt hatten öffneten sich die Wolken wieder und zeigten uns wie schön der Ausblick doch sein kann. Zuvor gab es sogar ein kleines Museum in denen wir uns ausgegrabene Schätze der Römer anschauen konnten. Vieles stand auf Deutsch da - aber das brauchten wir gar nicht! Fati konnte uns frei Schnauze alles erklären, sodass selbst ich es verstand (sie hatte damals in Marburg Archäologie studiert!).

Der Ausblick und die Ruinen die übrig geblieben sind waren die Fahrt allemal wert! So eine schöne Kulisse habe ich selten gesehen! Und wie froh ich war, das meine Kamera doch wieder funktionierte! 

Auf dem Rückweg gab es dann noch ein Eis, und was für eins! Dumm wie ich war wollte ich auch noch im Hörnchen - dumm ist hier echt übertrieben! Eine Kugel war da so groß, wie drei hier in Deutschland. Da schaute ich schon nicht schlecht! So schnell konnte ich gar nicht schlecken! Lecker war es dennoch auch wenn ich nicht bis zum  Hörnchen kam... dabei war es mit bunten Perlen und Schokolade...
Was noch mitgenommen wurde waren auch die ersten Souvenirs der daheim gebliebenen. Auf den Weg nach Sirmione entdeckten wir nämlich diesen schönen kleinen Laden der Einheimische Öle, Nudeln und Weine verkaufte. Dort haben wir auch noch einmal ordentlich was gelassen. Für uns gab es Öle und einen recht teuren Likör für Fatima.
Dann ging es Heim.

Ein Traum vom Hafenfest und Feuerwerk...


...hatten wir alle, aber blieb leider dank eines Staus dann doch nur ein Traum. Gefreut hatten wir uns alle. Aber als wir dann daheim ankamen, bereit zum erneuten Aufbrechen, hörten wir auch schon den ersten Knall. Ich für meinen Teil war nicht ganz so sehr enttäuscht, da Sirmione bis dahin und auch bis zum Ende des Urlaubs wirklich das absolute Highlight war.

Gegangen sind wir dennoch, auch wenn wir nicht viel vom Feuerwerk gesehen haben. Aber ein schöner Abendlicher Spaziergang war es dennoch.

Der Abend wurde, wie jeden Abend, auf der großen Terrasse mit Eistee oder Wein verbracht.
Und obwohl wir nicht vollständig waren, entschlossen wir, den geplanten Ausflug am nächsten Tag nicht zu machen. Geplant war mit einer Riesen Gondel die Berge hinauf zu fahren. Ich war wohl die erste, die sich dagegen ausgesprochen hat - mit meiner Höhenangst hatte ich da nicht wirklich Lust drauf und wäre freiwillig im Ort geblieben. Aber nach den letzten Tagen, die voller Pläne und leider auch Hektik verbunden waren, sehnte sich der Rest der Gruppe nach Erholung in Form von nichts tun, außer am Strand braun zu werden.

Und somit war das Wochenende wirklich Erholung pur in Form von Strand, Schwimmen, Braun werden, Badminton und Grillen. Es war Herrlich!

Venedig, die Stadt der Liebe...


...war dann der letzte Große geplante Ausflug unseres Urlaubs und war leider anfänglich auch von "Drama, Drama, Baby!" (dank mir!) geplagt. Mich schreckte die lange Fahrt ab, die vielleicht wieder krassen Temperaturen die unseren Trip in Verona leider nicht besonders schön gemacht hatten und die Dauer des Trips.  
Es würde der längste werden!

Wir buchten einige Tage vorher. Wir sind zwar bis zum Bahnhof mit dem Auto gefahren aber nach Venedig ging es dann ganz gemütlich mit dem Zug - damit sich Daniel, unser Fahrer, auch mal erholen konnte.

Aufstehen durften wir alle Montag morgens in aller frühe. Und damit meine ich wirklich früh und zwar um 4.30 Uhr da wir ja alleine noch eine gute Stunde zum Bahnhof nach Desenzano fahren mussten.

© by Nic Storm/Fatima Farzand
Und dieses mal habe ich auch meine Reisetabletten genommen, die mich erst so richtig müde machten. Am Bahnhof durften wir dann noch warten bis unser Zug kam. Im Zug selber waren wir dann überrascht wie wenig Beinfreiheit wir auf dem Vierer Platz hatten. Das zeigte uns nur, das die Italiener wohl deutlich kleiner sein müssen, als wir. Nach knapp 45 Minuten durften wir die gleiche Zeit am Bahnhof verbringen, um auf unseren Anschluss Zug zu warten. Das dauerte dann wieder fast 90 Minuten. Aber dann, endlich, gegen 10 Uhr am frühen morgen kamen wir in Venedig an! Und es war Atemberaubend schön - und warm.

Hungrig wie wir waren gingen wir auch zuerst etwas futtern und zwar beim guten alten Burger King. Eben ganz klassisch! Der Burger schmeckte auch überraschenderweise wirklich hervorragend! Das sage ich euch! Aber lange blieben wir nicht, immerhin galt es Venedig zu erkunden.

Und eins sage ich euch: Es war das reinste Labyrinth! Das habe ich noch nicht erlebt. Wir wussten alle, wo wir hinwollten, aber niemand wusste, wie wir da hinkommen könnten! Und irgendwie sind wir auch bestimmt oft im Kreis gelaufen. Und dann kam auch noch die Hitze dazu, die uns vieles erschwerte.Wenn ich so drüber nachdenke, so waren gerade Churelle und ich viel auf Schatten suche, da wir es in der Prallen Sonne nicht aushielten.

Es dauerte schon so seine Zeit, bis wir endlich (!) den Markus-Platz gefunden haben. Ein schöner Platz der nur so von Touristen wimmelte. Dort haben wir dann auch fürs erste Rast gemacht, auf den Treppen, im Schatten. Bestimmt eine halbe Stunde, wenn nicht sogar länger. Keiner wollte mehr gehen - zumindest empfand ich es so. Aber irgendwann musste es ja weiter gehen. Und das ging es dann auch in Form der kleinen Gassen und ihre süßen Geschäfte zu erkunden und zu erforschen. Und da waren schon schöne Dinge. Natürlich vieles extrem teuer. Gerade Geschäfte wie Louis Vuitton, Gucci, Prada zeigten uns sehr schnell, was hier wohl für Menschen lebten und einkaufen gingen. Aber viele kleine Lädchen hatten auch ihren Flair. Es gab viele Kostbarkeiten aus Glas, denn dafür war Venedig ja auch bekannt.
Wir selber kauften Dort Schlüsselanhänger, Jutebeutel, eine Figur der Venus, einen Fächer, Postkarten und natürlich T-Shirts.

Eine Fahrt mit einer Gondel kam für uns nicht in Frage. Die pralle Sonne schreckten vor allem Chury und mich dort extrem ab. Auch eine fahrt mit einen der Taxis fiel auf Grund der Kosten ins Wasser (15€ jede reguläre Fahrt + 2€ pro Minute!!!).

Und auf der Rückfahrt im Zug kam dann der erste Gedanke, am Abend ganz gechillt etwas essen zu gehen und zwar im Ort. Das hatten wir, bis auf den Kaffee und das Eis, tatsächlich noch gar nicht gemacht. Das taten wir dann auch. Zwar musste wir eine kleine Wartezeit in Kauf nehmen, da am Abend echt viel los war, aber gelohnt hat es sich alle male. Ganz unkompliziert gab es für mich Tortellini mit Schinken-Sahne Sauce und als krönenden Abschluss ein Tiramisu, von dem ich ruhig noch mehr hätte essen können. 

Once more in Lago...


...hieß es dann für uns am Dienstag, einen Tag, bevor wir alles zusammen packen mussten.

Uns war klar, das wir unseren "letzten" Tag definitiv am zweit schönsten Ort verbringen wollten, denn es neben dem getrauten Heim geben könnte: Dem Lago - dem See und unserem kleinen lieb gewonnenen Insider.

An diesem Tag ging alles recht langsam und ruhig. Kein Stress. Kein Druck. Keine Hektik. Nur wir und die uns selbst eingeteilte Zeit.
Hier und da Badminton, da am See rum lungern und schwimmen. Am Abend wollten wir zwei Pärchen dann noch je einen kleinen Romantischen Ausflug machen.

© by Nic Storm/Fatima Farzand
Fatima und ich verabschiedeten uns als erstes und gingen ein letztes mal am See spazieren. Und als wir eigentlich essen gehen wollte, hielten wir vor einer Kirche. Es war das erste mal seit meiner Konfirmation, das ich freiwillig eine Kirche betrat, wenn dort etwas los war. Wir kamen gerade zu einer Chorprobe und was soll ich sagen? Ich war so ergriffen, von diesem Atemberaubenden Klang, das ich tatsächlich geweint habe. Da wurde mir erst einmal so richtig bewusst, das ich meinem Dad nicht ein Bild zeigen können würde, nicht ein Souvenir mitbringen und auch so nichts von dem erlebten erzählen könnte.
Überall war er irgendwie doch präsent. Jedes Ding, jeder Ort. Er hatte sich fast mehr über meinen Urlaub gefreut, als ich mich selbst (wenn das überhaupt geht!). Und bei dem Essen erzählte ich Fatima dann davon. 
Ich verfressenes Ding hatte im übrigen mal wieder Pasta mit Riesen Garnelen (endlich!) und einer leckeren Soße aus Curry und Sojasauce die ich unbedingt mal ausprobieren muss. Ach und noch ein Tiramisu, da ich ja nie genug habe (traurig, aber wahr!)! Himmlisch war es.
Und da der Ort ja so "klein" war, lief uns auch noch Nic über den Weg, der den Abend ja nun alleine verbringen "durfte". Und selbst Chury und Daniel trafen wir ein Restaurant weiter gemütlich sitzend.
Verrückt, verrückt!
Das letzte, was ich dort kaufte war ein schönes Geschenke Set an Lavendel Seifen - das musste einfach sein!

Und den Tag vor der Fahrt (dann am Mittwoch) verbrachten wir mit Packen, aufräumen, den Urlaub Revue passieren lassen und Planungen für die Rückfahrt machend. Am Abend haben wir ein letzten mal so viel gegrillt, damit wir für den nächsten Tag ja viel zum futtern hatten.

Unsere Rückfahrt begann im übrigen am nächsten Tag gegen 10 Uhr in der Früh. Die Fahrt war wesentlich angenehmer als die Hinfahrt, auch wenn wir alle, wenn auch auf zwei Autos verteilt, wohl sehr wehmütig den "Lago" entlang gefahren sein dürften. Angekommen sind wir dann gegen 0.30Uhr und die Nacht im eigenen Bett war unbeschreiblich schön! Und die Begrüßung von Watson verschmust und überglücklich!

Und zum Schluss...


© by Nic Storm/Fatima Farzand
...bleibt zu sagen, das es 10 ganz wundervolle Tage waren, die ich in meinem Leben nicht so schnell vergessen werde! Es sind wunderbare Bilder und Anekdoten entstanden, die für immer bleiben werden! Diesen Ort würde ich gerne eines Tages wieder einen Besuch abstatten. Und bis dahin mach es gut, wunderschönes Toscolano Maderno!

xxx
Aimée

P.S.: Schaut doch auch mal bei Nic Storm *anklicken* und bei Churella de Vil *anklicken* vorbei! Es lohnt sich!