Montag, 15. Januar 2018

Movie Mania: #1 "Sabrina" (1954)

Eine neue Kategorie hat mit Beginn des Jahres hat ab heute offiziell Einzug auf meinem Blog gefeiert.

Neben dem backen gehören auch Filme zu meinen ganz großen Steckenpferden. Sehr früh lernte ich, was ein wirklich guter Film in den Menschen alles auslösen und bewirken kann. Meine Leidenschaft begann seiner Zeit tatsächlich mit dem Blockbuster "Titanic" im Kino mit neun Jahren. Da begriff ich erst, was Filme alles konnten und was sie sein sollten: Kleine Geschichten, die dich, wenn richtig erzählt, abholen und für eine begrenzte Zeit in eine völlig andere Welt entführen konnten.

Bei manchen Filmen geht das bis heute sehr gut aber natürlich gibt es auch einzelne Exemplare, die das wiederum nicht geschafft haben.

Einer der Filme, die das definitiv vor Jahren geschafft haben, war der für mich erste Film mit meiner bis heute hoch bewunderten Audrey Hepburn. Der Film "Sabrina" ist bis heute nicht nur einer der wichtigsten, wenn nicht sogar DER wichtigste, Film in ihrer Karriere und das, obwohl es erst ihre zweite Hauptrolle war.

Ein modernes Märchen der, obwohl er bereits über 60 Jahre auf dem Buckel hat, immer noch zu bezaubern weiß - und das ganz ohne Farbe!

Und somit geht es heute um

"Sabrina" (1954)/*Trailer*

Quelle

Produktion Informationen:


Filmtitel: "Sabrina"
Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 1954
Länge: 109 Minuten
Freigabe: FSK 12
Regie: Billy Wilder
Besetzung: Humphrey Bogard, Audrey Hepburn, William Holden, John Williams u.a.

Auszeichnungen: 6 Oscar NOMINIERUNGEN (*Bestes Szenenbild*, *Beste Hauptdarstellerin*, *Beste Schwarz/Weiß Kamera*, *Beste Regie*, *Bestes Drehbuch* und *Bestes Kostümdesign*), davon 1 GEWONNEN in der Kategorie *Bestes Kostümdesign* für Edith Head.

Hier auf *Amazon* erhältlich

Und darum geht es:


Es geht um die Chauffeurstochter Sabrina Fairchild, die mit ihrem Vater in Long Island auf dem Anwesen der Reichen Familie Larrabee lebt. Während der Vater der Chauffeur der Familie ist, wächst Sabrina zu einer hübschen, aber unscheinbaren jungen Frau heran. Sehr zum Kummer für sie, den der jüngste Sohn der Familie, David, beachtet sie kein bisschen und das, wo sie unglücklich in ihn verliebt ist. Während David selbst nichts anbrennen lässt und ein Playboy durch und durch ist (bis dahin im übrigen bereits zum dritten mal verheiratet), so ist der Ältere Bruder, Linus, ein kühler und berechnender Geschäftsmann der stets zum Wohl der Firma und der Familie handelt.
Um seine Tochter zu schützen und damit sie frei von David kommt, wird diese für eine Ausbildung nach Paris geschickt.
Zwei Jahre später kommt Sabrina als ausgebildete Köchin und als elegante Frau zurück auf das Anwesen der Larrabee's. Prompt trifft sie auf David, der sich sofort in sie verliebt ohne aber dabei die Tochter seines Chauffeurs zu erkennen. Aber da bereits seine mittlerweile vierte Ehe ansteht (mit der Tochter einer Firma, mit der Linus am liebsten Fusionieren möchte um ein Millionen Geschäft abwickeln zu können), versucht sein älterer Bruder alles, um Sabrina wieder nach Paris zu bringen. Und durch einen peinlichen Unfall Davids ist Linus sogar gezwungen einige Tage mit der Anmutigen Sabrina zu verbringen. Allerdings immer darauf bedacht, sie wieder von der Bildfläche verschwinden zu lassen. Und als dann der Abend vor der Abreise nach Paris gekommen ist, muss er sich fragen, ob er sie wirklich gehen lassen will. Oder ob er zum Trotz der Firmenpolitik einen Skandal riskiert und die Hochzeit seines Bruders absagt, einen großen Deal ablehnt und ihn mit Sabrina ziehen lässt. Denn eins ist zu dem Zeitpunkt bereits klar: Auch er liebt Sabrina.

Was ihn so besonders macht ist das zusammen Spiel der drei Hauptdarsteller (jeder war zu diesem Zeitpunkt schon stolzer Oscar Gewinner als bester Hauptdarsteller/ Darstellerin). 
Humphrey Bogart hier als kühlen Geschäftsmann zu sehen, der nur für die Arbeit lebt und nichts anderes an sich heran lässt, war ungewohnt und funktionierte perfekt. Auch, wenn er kurz vor Drehbeginn Cary Grant ablöste (mit dem Audrey Hepburn dann Jahre später "Charade" drehte).
Audrey Hepburn in ihrer zweiten Hauptrolle wurde durch diesen Film zur unumstrittenen Mode Ikone, nicht zuletzt dank der Kostüme (Achtung, jetzt wird's interessant:) des Modedesigners Hubert de Givenchy. Doch dazu später mehr.
Und zum Schluss natürlich William Holden, welcher sogar Privat mit Hepburn lebte aber das Thema "Familie und Kinder" zum Ende der Beziehung führte.

Jeder der Darsteller auf seinem Gebiet ist ganz große Klasse. Da wundert es, das es am Set nicht immer so Harmonisch verlief. Bogart lehnte Hepburn zunächst ab, da er lieber seine Frau in der Rolle gesehen hätte und auch Holden hielt er für Katastrophal.
Auf die Frage hin, wie es gewesen sei, mit Hepburn zu drehen, soll er zynisch gesagt haben "... ganz okay, wenn sie nicht gerade den Text vergessen hat..." (dies geschah mehrmals auf Anweisung und bitten des Regisseurs, da die Arbeiten am Drehbuch oft geändert wurden und mehr Zeit benötigt wurde).

Das der Film in Schwarz/Weiß gedreht wurde, macht ihn nur Sympathischer, auch wenn ich gerne viele Kleider von Audrey Hepburn in Farbe gesehen hätte. Die sind nämlich, ähnlich wie im Film "Pretty Woman", ein wahrer Augenschmaus. Interessanterweise bekam die Kostümdesignerin Edith Head, die im übrigen die meisten Preise in dieser Kategorie erhalten hat (35 Nominierungen und 8 davon Gewonnen!), für ihre Arbeit den Oscar. Dabei sind die getragenen Kostüme, nach Sabrinas Ankunft aus Paris, ihre Privaten, welche der Designer Hubert de Givenchy ihr auf den Leib geschneidert hat. Fälschlicherweise rechnete er mit Kathrine Hepburn. Dennoch verband die beiden stets ein freundschaftliches Verhältnis. In jedem Film trug sie seine Klamotten - sowohl vor als auch hinter der Kamera. Und somit verdanken wir den beiden die Assoziation mit "Dem kleinen Schwarzen", welches Audrey erst bekannt und modern machte.

Und auch wenn man Paris nicht einmal im Film sieht, so sind Anekdoten, Kleidung und selbst Musik all gegenwärtig. Edith Piafs "La vie en rose" ("Leben durch die rosa rote Brille") ist sowohl in vielen Instrumentalen Stücken zu erkennen als auch von Hepburn selbst gesungen. Und so zieht es sich als roter (rosa roter) Faden durch die Geschichte, bis zu ihrem Bittersüßem Finale. Mal Melancholisch, mal fröhlich - es passt in jede Situation des Films.

Der Humor ist auch da, wenn auch fein. Es sind keine Brüller aber sie lassen einen schmunzeln. Und das wichtigste ist, sie passen in die Geschichte und lassen den Film dadurch nicht komisch oder albern wirken. Die Lacher sind gut portioniert. Die ersten Tage in der Kochschule lassen einen schon lachen (wenn Sabrina ihr Ei bei der Kontrolle des Chefkochs voller Scham hinter ihrem Rücken hervorholt und er das Ei anschließend selber nicht korrekt aufschlagen kann und das ist mindestens genauso lustig wie das verhunzte Soufflé, welches nicht hoch gegangen ist, weil sie vor lauter Liebeskummer vergessen hat den Ofen an zu machen.), ebenso wie der Running Gag mit dem zerbrochenen Gläsern. Auch sind die Dialoge gerade zwischen den Brüdern doch wirklich aufgrund von Humphrey Bogart wirklich das i Tüpfelchen (die Ansage an David, das auch er zu arbeiten hat und ihm den Weg und die Arbeitszeiten beschreibt und was passiert, wenn er nicht zur Arbeit kommt sind schon wirklich genial).

Und trotz des Alters, funktioniert dies alles auch heute noch gut. Aber man muss sich natürlich auch Bewusst sein, was das für eine Zeit war. Die Verbindung zu damaligen Zeiten wäre eine Katastrophe geworden, wenn nicht sogar ein Skandal. Auch waren die Ausbildungen in Sachen Küche und Hauswirtschaft für junge Mädchen eine wirklich gute Ausbildung um den späteren Haushalt und den Ehemann zufrieden stellen zu können. Es waren nunmal andere Zeiten. Das muss einem schon bewusst sein.
Nichts desto trotz ist das wohl der für mich beste und schönste Film von Audrey Hepburn! Er wird auch nach mehrmaligen schauen nicht langweilig und ich fiebere jedes mal mit.

Mein Fazit: Zum Schluss bleibt nur zu sagen, das dies eine kleine Perle des Films ist. Hepburn wäre durch diesen Film nicht die Modeikone geworden, wie wir sie heute kennen. Es ist ein feiner, leichter Film. Er ist lustig, er ist romantisch - aber vor allem ist er eins: Ein Stück Filmgeschichte!

xxx
Aimée

Samstag, 13. Januar 2018

Aimée backt 3: 06.01.2018 - #19 Apfel-Zimt-Kuchen mit oder ohne Marzipan

Apfelkuchen ist ein Klassiker und wenn ich dieses Wort schon höre, muss ich an die schöne Kindheit zurück denken und an die Zeit, wo meine Mum jede Woche einen gezaubert hat - bis ich ihn nicht mehr sehen konnte. Aber dann kam irgendwann die Zeit, wo ich mich wieder darauf freute und mich sogar selber an unser Familienrezept wagte.

Und Apfelkuchen ist ja nicht gleich Apfelkuchen. Es gibt ihn mittlerweile in so vielen verschiedenen Varianten. Mit Guss, als Blechkuchen, Gedeckt, als Muffins und Cupcakes. Und dann natürlich heute die Version aus Jeannys (*hier* geht es zu ihrem Blog) Buch, welches hier mit einem Klick erstehen könnt:



Dieser Apfelkuchen ist ein Apfel-Zimt-Kuchen den man mit oder auch mit Marzipan genießen kann. Das man die Wahl hier hat, finde ich doch sehr gut, denn immerhin gibt es viele, wie auch mich, die keinen Marzipan mögen. Aber da dieser Anteil hier so gering ausfällt, kann ich mir sehr gut vorstellen, das selbst diejenigen, die es nicht mögen, hier vielleicht ein Auge zudrücken werden.
Ob das ganze auf mich zutrifft?

Hier kommt der tolle Apfel-Zimt-Kuchen MIT Marzipan!



Der mittlerweile dritte Kuchen aus diesem Buch, der in einer Springform gebacken wurde. Ihr erinnert euch? Bisher hatte ich verdammt viele Gugelhupf, aber dies neigt sich mittlerweile langsam dem Ende zu. Dafür erwarten mich aber nun einige Kastenkuchen, klein Gebäck und natürlich Springform-Kuchen

Und natürlich war der Kuchen eins: besonders leicht und einfach zu zaubern!

Dafür einfach die Zutaten in eine Küchenmaschine geben und schön cremig rühren. Und jetzt kommt der Clou: Ich kaufte kein Marzipan, welcher fein in den Teig gehobelt werden sollte, sondern nahm mein Amaretto Sirup. Marzipan ist ja nichts anderes, als gemahlene Mandeln mit Zucker und anderen Aromastoffen. Also ging das für mich genauso gut.

Ich legte meine Springform mit Backpapier aus und heizte den Ofen vor. Anschließend gab ich den Teig in die Form und strich diesen Glatt. Erst jetzt schnitt ich die Äpfel in feine Spalten, damit diese nicht braun werden würden, und legte sie fächerförmig auf den Teig. Und um das ganze abzurunden gab ich oben drauf eine Zucker-Zimt Mischung.

Dann durfte der Kuchen auch schon im warmen Ofen gold braun backen. Hinterher natürlich gut auskühlen lassen und aus der Form befreien.

Mein Fazit: Ähnlich wie unser Familienrezept ABER der Clou mit dem "Marzipan" Taste macht das ganze dann doch interessant und neu und so bleibt mir nur zu sagen, das dies mit Abstand einer der leckersten Apfelkuchen ist, die ich bisher gegessen habe. Ich glaube sogar, das Leute die Marzipan nicht mögen, auch hier auf ihre Kosten kommen. Und die, die es sowieso mögen, werden hier unter Garantie nicht genug davon bekommen!

xxx
Aimée

Dienstag, 9. Januar 2018

#94 Pizza-Gugelhupf mit Speck und Käsehaube

Silvester ist schon mittlerweile einige Tage her und das neue Jahr ist bereits im vollen Gange. Die Zeit geht dahin, als wäre es nichts. unfassbar.
Aber wenn ich an den letzten Tag des Jahres 2017 denke, so denke ich an einen gemütlichen Abend bei meiner Familie, mit lecker Raclette, einen guten Wein, toller Musik, viel lachen und dem von mir letzten kreierten Kuchen für 2017.

Und falls nun einige von euch denken, das es etwas süßes war, so habt ihr euch aber gewaltig geirrt. Den für Silvester habe ich mich an einem Herzhaften versucht.
Was? Das kann doch nicht schmecken? Da irrt ihr euch aber! Und wie der geschmeckt hat! Von dem wurde bereits probiert, da war das offizielle Essen noch gar nicht "eröffnet". Und auch als das Essen bereits beendet war, so wurde auch noch tief in der Nacht genascht, was das Zeug hält!

Heute für euch also mein Rezept zu meinem Pizza-Gugelhupf mit Speck und Käse!



Und genau wie ein normaler Gugelhupf ist auch die Herzhafte Variante schnell gezaubert und für einen gemütlichen Partyabend hervorragend geeignet. Egal ob gerade frisch aus dem Ofen, wo der Käse noch schön geschmolzen ist, oder auch abgekühlt mit ein Stück Kräuterbutter - er schmeckt einfach in jedem Zustand!

Und das sind die Zutaten:


- 250g Bacon Würfel
- 250g Weizenmehl
- 1 Päckchen Trockenhefe
- 4 Eier
- 125ml Olivenöl
- 125ml Weißwein
- 2 Packungen geriebener Käse (welcher euch ab besten Schmeckt. Ich habe Gouda und Emmentaler verwendet.)
- 1 kräftige Prise Salz, Pfeffer, Paprika, Chili Flocken und Curry
- Oregano zum bestreuen

Und so wird es gemacht:


1. Den Ofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen und die Gugelhupfform, sofern sie nicht aus Silikon ist, genügend einfetten.

2. In eine Schüssel den Käse gegebenenfalls mischen und eine Ordentliche Portion in die Gugelhupf geben (nicht alles benutzen!) und in der Form verteilen.
Eine weitere Schüssel nehmen und dort das Mehl hineingeben. Die anderen Zutaten hinzufügen und zu einem glatten Teig verrühren. Diesen in die Gugelhupfform geben und Glatt streichen.

3. Das ganze kommt dann in den Vorgeheizten Ofen für ca. 75 Minuten. Sollte er zu dunkel werden vorzeitig mit etwas Backpapier oder Alufolie abdecken.

4. Nach dem backen in der Form auskühlen lassen, stürzen und mit dem Oregano bestreuen.

Das ist doch wirklich schnell gezaubert oder?
Ich wünsche euch viel spass beim nachbacken!

Bon Appetitt!
xxx

Aimée

Samstag, 6. Januar 2018

#93 Baumkuchen mit Eierlikörcreme

Das neue Jahr ist im vollen Gange und Weihnachten schon lange Vergangenheit. Aber natürlich bleiben die Erinnerungen anhand von Fotos und Erlebten immer Präsent - nicht zuletzt wegen einem Kuchen, den ich extra zum 1. Weihnachtsfeiertag gezaubert habe und der wirklich sehr gut ankam. Die Rede ist hier von einem Kuchen, wo bereits schon der ein oder andere mich auf so einigen Sozialen Kanälen nach dem Rezept fragte. Und heute möchte ich es euch endlich als ersten Beitrag des Jahres 2018 an dieser Stelle ans Herz legen:


Mein Baumkuchen mit Eierlikörcreme!



Schwer ist das ganze Nicht ABER dadurch das jede Schicht einzeln gebacken werden muss, natürlich aufwendig. Und wie ihr seht, sind meine Maserungen leider auch nicht so deutlich, wie ich es mir gewünscht habe. lecker und ein Hingucker war es dennoch.

Und das braucht ihr für den Baumkuchenteig:


- 250g weiche Butter
- 200g Zucker
- 2 Päckchen Vanillezucker
- 5 Eier
- 12cl Eierlikör (entspricht ungefähr 120ml)
- 50g gemahlene Mandeln
- 50g Speisestärke
- 150g Mehl

Und das wird für die Eierlikörcreme benötigt:



- 7 Blatt Gelatine

- 1 kleine Flasche Eierlikör
- 250g Sahnequark
- 150g Naturjoghurt
- 100g Zucker
- 300g Sahne


Und zum Verzieren:
- Schokoladen Raspeln 

Und so macht ihr den Baumkuchenteig:

1. Für den Teig die weiche Butter, Zucker und Vanillezucker weißschaumig rühren. Die Eier werden getrennt. Das Eigelb wird nach und nach untergerührt. 40ml des Eierlikörs zufügen und weiter rühren, bis sich der Zucker ganz aufgelöst hat.
Mandeln, Speisestärke und Mehl mischen und anschließend unter die Maße rühren.
Zum Schluss wird das Eiweiß steif geschlagen und unter die Maße gehoben.


2. Meinen Ofen habe ich auf 180°C Umluft vorgeheizt. Ich kam mit dieser Temperatur wunderbar hin. Ihr kennt euren eigenen Ofen am besten und werdet wissen, welche Temperatur ideal ist! ;)

3-4 EL Teig in eine Springform, welche mit Backpapier ausgelegt ist, geben und glatt streichen. Ich musste meinen Teig 5-6 Minuten Goldbraun backen.
Danach wieder 3-4 EL vorsichtig auf dem Boden verteilen und erneut 5-6 Minuten backen. Das ganze wird wiederholt, bis kein Teig mehr da ist.
Nach dem Backen den Baumkuchen auf einem Gitter sofort mit dem restlichen Likör bestreichen. Anschließend komplett abkühlen lassen.

Und so geht die Eierlikörcreme:


3. Für die Creme die Gelatine in eine Schüssel mit kaltem Wasser einweichen. Quark, Joghurt, Zucker und Eierlikör in einer Schüssel verrühren. Gelatine ausdrücken und in einem Topf mit ein paar Tropfen Wasser auflösen (nicht kochen!). Die aufgelöste Gelatine in einer Schüssel mit 3 EL der Creme angleichen und anschließend unter die Maße rühren. Das ganze kommt dann für 10 Minuten in den Kühlschrank, bis die Creme beginnt fest zu werden.


4. In der zeit kann die Sahne steif geschlagen werden. Die Creme noch einmal kurz umrühren und dann die Sahne vorsichtig unterheben. Die Eierlikörcreme auf den Baumkuchen geben und mindestens 3 Stunden kalt stellen.
Zum verzieren die Schokoladen Raspeln nach belieben auf den Creme geben.

Wie ihr seht, ist es wirklich nicht schwer!
Ich wünsche euch viel spass beim nachbacken!

Bon Appetit! 
xxx
Aimée

Samstag, 30. Dezember 2017

Der Jahresrückblick von "My sweet life" 2017

Das Jahr 2017 neigt sich so langsam dem Ende zu und obwohl ich ja, genau wie letztes Jahr, keinen Rückblick verfassen wollte, kam ich dieses Jahr irgendwie nicht drum herum, da so viel passiert ist, gutes und auch schlechtes, das ich 2017 für mich persönlich und natürlich auch für euch Revue passieren lassen muss!


Dieses Jahr begann wie immer: Leider ohne meinen Schatz, da diese Arbeiten musste - erst einige Zeit später gaben wir uns einen Neu-Jahres-Kuss. Ich bei Freunden und der Kater daheim alleine. Zum Glück hat er keine Probleme mit dem Radau außerhalb unserer Vier Wände.

Und dann ging das Jahr auch schon recht unspektakulär weiter wenn auch alles bereits total auf Vorfreude für den Urlaub war. Hier und da wurden Erkundigungen gemacht und natürlich Listen angefertigt, damit wir für uns wussten, was mit soll und natürlich noch gekauft werden muss.

Das erste Highlight in diesem Jahr war dann auch das erste Konzert nach acht langen Jahren: Xandria traten in Bochum auf um ihr neues Album vorzustellen und wir gingen hin.
Es war ein toller Abend und besser als ich es erwartet hatte (Sängerin Nummer 4 war wundervoll, auch wenn sie leider mittlerweile nach zwei tollen Alben auch der Vergangenheit angehört...).

Ich hatte einen Tag zuvor bereits mein Album bekommen und dadurch natürlich schon zwei mal in die CD hinein hören können. Zu meinem Glück wurden auch viele alte Songs gespielt, so das vieles mit geklatscht und gesungen werden durfte.

Anfang des Jahres traf ich mich auch regelmäßig mit meinem guten Freund Nic Storm um nach seiner Nachtschicht laufen zu gehen - immerhin wollten wir fit werden und ein paar Kilos durften es auch weniger werden. Leider verlief dies, ähnlich wie die Film Challenge, im Sand aus Zeit gründen ect.

Dafür meldete ich mich aber wieder in einem Fitnessstudio an. Und da dies direkt vor der Haustür ist, habe ich auch direkt einen zwei Jahres Vertrag abgeschlossen. Auch wenn ich dies Anfänglich so gar nicht zu schätzen wusste. Ich habe einfach nicht nachgedacht. Ganz ehrlich...
Natürlich versuchte ich auch, mal wieder meine Ernährung umzustellen. Aber mittlerweile bin ich für mich an dem Punkt gekommen, wo ich wirklich alles esse, was mir schmeckt, aber das natürlich bewusst und in Maßen. Mein Problem: Ich futter gerne aus Langweile.
Aber auch das bekam ich in den Griff.

Ich kaufte Kleider, ließ sie um nähen (und darf sie im nächsten Jahr enger machen...), kaufte Koffer, Gadgets für den Urlaub, kleidete mich fast Komplett ein, besorgte meine Medikamente. Und dann starb mein Dad ganz plötzlich im Mai. Es waren harte Wochen davor und ich würde lügen, wenn ich sagen würde, das wir uns nicht ein Ende dieser schlimmen Zeit erwünscht hätten. Aber sein plötzliches "gehen" kam so plötzlich, so unerwartet, das ich diesen Verlust selbst jetzt merke, wo ich hier sitze. Die Beisetzung, im kleinen Kreis, wo wirklich nur die engste Familie anwesend war, war sehr emotional, hart und unbeschreiblich traurig. Es hat den Abschied auch nicht erleichtert aber es machte das ganze endgültig. Man denkt viel an Menschen, vor allem wenn man sie geliebt hat. Und so denke ich oft an ihn. Ich rede auch viel von ihm. Manchmal hilft es. Aber manchmal schmerzt es auch sehr. All die Augenblicke, die er nicht miterleben wird, machen mich auch jetzt noch traurig.

Ich versuchte mich in Arbeit zu stürzen. Sei es die Arbeit am Blog, das Vorbereiten des Urlaubs oder der Sport. Wirkliche Ablenkung fand ich tatsächlich bei meiner Familie. Und diese wuchs, wie ein Wunder, auch wieder extrem zusammen. Ich glaube, das nichts auf dieser Welt ohne Grund geschieht. Der Verlust eines lieben Menschen hat unsere zerrüttete Familie wieder zusammen geschweißt, was auf eine Art doch sehr makaber ist, aber gleichzeitig ist es der Gedanke, der mich dann doch etwas aufatmen lässt. Alles hat seinen Preis.

Und nach meinem Geburtstag ging es dann im August in den ersehnten Urlaub nach Italien. 10 wundervolle Tage erwarteten uns dort.
Somit sah ich auch endlich mal etwas von der großen weiten Welt.
Für alle, die wissen wollen, wie mein Trip nach Italien war, könnt ihr auf dem Folgenden *Link* noch einmal ausführlich in Erinnerungen schwelgen.

Der Harte Alltag kam dann aber leider doch wieder recht schnell über uns. Kaum zu glauben, wie schnell dies alles geht.
Dazu kamen wieder neue Bewerbungsgespräche, die aber auch leider nie über eben dieses hinaus gingen, Krankengymnastik Termine die war genommen wurden und dann kloppte ich natürlich auch dieses mal fleißig im Fitnessstudio weiter Gewichte.

Und das so hartnäckig, das ich mittlerweile 8 Kilo weniger auf die Waage bringe aber dafür ordentlich an Ausdauer und Muskeln dazu gewonnen habe. Meine Arme sind definierter und auch mein erschlafftes Gewebe am Arm geht deutlich zurück. Mein Bauch wird sichtlich flacher, die Muskeln deuten sich mittlerweile dezent ab und auch an sich werde ich immer Schmaler.
Meine Oberschenkel und mein Po sind mittlerweile so straff und stark, das ich schon immer zu meinem Bruder sage, das wir beim nächsten rumkäbbeln einen deutlichen Sieger haben werden: Nämlich mich! Laut eigener Aussage könnte ich seinen Kopf nun mit meinen Oberschenkeln wie ein Vogelei zerquetschen.
Mittlerweile geht auch meine Mum mit und so versuchen wir als kleine Gruppe unsere Termine natürlich optimal aufeinander abzustimmen, was natürlich nicht immer klappt. Zur Not gehe ich auch alleine - damit habe ich kein Problem. Mit guter Musik geht alles!

Und wo ich dachte, das dieses Jahr doch noch etwas werden könnte, ging mein Ofen kaputt. Und das so kurz vor Weihnachten. Stress bis zwei Tage vor Heiligabend waren da vorprogrammiert - das sage ich euch. Auch kam dieses Jahr ganz schwer für mich Weihnachtsstimmung auf. Zu viel Stress, der Gedanke, das Dad das erste mal nicht dabei sein würde erschwerte das ganze noch zusätzlich.
Aber wir versuchten das beste daraus zu machen, den was anderes blieb uns tatsächlich nicht übrig.
Und somit war es doch ein ganz schönes Fest, wenn auch leider viel zu stressig. Wenig Schlaf kam dann noch dazu.

Und nun ist schon morgen um 0 Uhr das Jahr zu Ende. Somit sehe ich ein wenig erleichtert 2018 entgegen und bin schon gespannt, was das neue Jahr für mich bereit hält. Zwar keinen Urlaub aber das ein oder andere Konzert bestimmt. Ebenso eine neue Couch, da unsere ja kaputt ist.

Ich wünsche euch allen einen wundervollen Rutsch ins neue Jahr 2018. Macht es euch gemütlich oder geht feiern. Oder vielleicht ja beides?
Ich werde morgen bei meiner Familie sein. Die Familie sollte immer das wichtigste sein. Man weiß oft tatsächlich nie, wie viel sie einem bedeutet - bis man sie verliert.

Und somit euch allen ein schönes Rest 2017. Bitte 2018 - werde besser! ;)

xxx
Aimée

Freitag, 29. Dezember 2017

Aimée backt 3: 16.12.2017 - #18 Rotweinkuchen mit Schokostücken


Der Weihnachtsstress ist um. Und obwohl ich die Feiertage liebe so bin ich dieses Jahr doch froh, das der ganze damit verbundene Stress vorbei ist! Zwar liebe ich das zusammen sein mit meiner Familie aber es war auch wieder ein regelrechtes abhetzten der Termine - oft hätte ich mich am Mittag wirklich gerne aufs Ohr gehauen.

Umso schöner war, das der letzte Kuchen für dieses Jahr, aus dem Buch von Jeanny (*hier* geht es zu ihrem Blog) umso leichter zu zubereiten war.
Wenn ihr dem Link auf Amazon folgt, könnt ihr das heutige und viele andere leckere Rezepte, die die gute Jeanny nicht auf ihrem Blog veröffentlicht hat, nachbacken und selber ausprobieren.


Das heutige, und wie angekündigt, letzte Rezept für das Jahr 2017 ist der leckere Rotweinkuchen mit Schokostücken.



Das interessante an diesem Kuchen das es ein normaler Rührteig mit großen Schokoladensplittern versehen war. Abgeschmeckt wurde das ganze mit Rotwein und, untypisch, mit Kuvertüre überzogen (die bisherigen Kuchen hatten Glasur oder einen Gus). 
Und der war lecker - das sage ich euch!

Für den Teig heizte ich den Ofen vor, zerhackte die Schokolade und rührte den Teig an.
Das ganze kam dann in den vorgeheizten Ofen wo alles zu einem leckeren Kuchen aufbacken durfte.

In der Form durfte das ganze dann abkühlen, ehe ich ihn aus der Form stürzte.
Nebenbei löste ich die Kuvertüre in einem Wasserbad auf und überzog den Kuchen dann damit. Anschließend hieß es warten, denn die Kuvertüre durfte abkühlen und fest werden.

Und am nächsten Tag ging es dann mit leckeren Kuchen zu meiner Mum zum Filme schauen und naschen.

Mein Fazit: Ein wirklich leckerer Kuchen dank dem Buch gab es zum großen Finale. Es war eine tolle Mischung aus Schokolade und Wein. Was will man mehr? Er war saftig und macht süchtig!!
Somit die Back-Challenge 2017 etwas frühzeitig! Mal sehen, was mich im nächsten Jahr so erwartet! ;)

xxx
Aimée

Mittwoch, 20. Dezember 2017

#92 Kleine Herrentorte

Einen schönen guten Abend euch allen! Endlich ist es geschafft und wirklich jedes Weihnachtsgeschenk ist nun gekauft und sogar schon eingepackt - nur damit sie am Sonntag Abend wieder ausgepackt werden dürfen. Ist das nicht herrlich?

Weniger Herrlich war für mich der Anfang des Monats. Am 5. Dezember wäre mein Dad 59 Jahre geworden. Und wie versprochen gab es die Herrentorte. Für mich im übrigen die absolut schwerste Torte, die ich je gebacken habe und je backen werde.
Nicht, weil sie sonderlich schwer war sonder weil jeder Schritt mir so unglaublich schwer fiel, das es mir oft schon schwer gefallen ist, nicht laut los zu weinen.

Das war das schlimmste für mich.

Dennoch eine leckere Torte, die auch gut ankam. Nur mein Bruder konnte sie nicht essen. Es war für ihn einfach zu viel, was ich aber durchaus verstehen konnte. Das backen waren wenig Trauerbewältigung. Ich musste sie einfach backen. Es wäre mir sonst so vorgekommen, als hätte ich mein Wort nicht gehalten.

Und nun kommen wir zu dem angenehmeren Teil, nämlich meiner Herrentorte.



Ihr bekommt heute mein Original Rezept auf diesem Blog. Ich selber habe mein eigenes Rezept halbiert, da mir bewusst war, das eine große Torte natürlich viel zu groß sein würde. Diese kleine und süße Torte hat für uns völlig ausgereicht.


Und das benötigt ihr:


- 6 Eigelb
- 175g Zucker
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 6 Eiweiß
- 100g Mehl
- 100g Schokoladenpuddingpulver
- 5 EL Kakaopulver
- 2 TL Backpulver
- 150g Butter
- 2 cl Rum
- 100g Nutella
- 300g Vollmilchkuvertüre
- Schokoladenraspeln zum verzieren

Und so wird es gemacht:



1. Der Backofen wird auf 175°C Ober- & Unterhitze vorgeheizt.

Die 6 Eigelbe mit der gleichen Anzahl EL Wasser schaumig schlagen, dabei zwei drittel des Zuckers einrieseln lassen. Ebenso der Vanillezucker.
Die Eiweiße steifschlagen und den restlichen Zucker einarbeiten und den Schnee auf die Eigelbmaße geben.

2. Mehl, Pudding-, Kakao- und Backpulver darübersieben und mit dem Schneebesen unterziehen. Die Butter einrühren und den Teig in eine mit Backpapier ausgelegte Springform füllen. Das ganze dann ca. 40 Minuten backen und anschließend abkühlen lassen.


3. Nach dem Auskühlen den Boden aus der Form lösen und einmal quer durchschneiden. Den Unteren Boden mit Rum tränken und anschließend mit dem Nutella bestreichen. Die Böden werden dann wieder zusammengesetzt und die Torte mit der geschmolzenen Kuvertüre überziehen.

Nach einiger Zeit dann mit den Raspeln verzieren.

Ich wünsche euch viel spass beim Nachbacken - vielleicht habt ihr mit dieser Torte ja das richtige für eure Feiertage mit der Familie!

Bon Appetit!

Aimée